WAS IST PSYCHOTHERAPIE?
Psychotherapie ist eine praktisch-wissenschaftliche Tätigkeit mit
dem Ziel, psychische Probleme zu heilen, oder zu lindern. Sie
unterstützt einerseits bei der Bewältigung innerer und
äußerer Konflikte, andererseits bei der (Wieder-)
Entdeckung, Aufrechterhaltung, sowie Weiterentwicklung eigener
Ressourcen und Fähigkeiten.
WAS IST SYSTEMISCHE PSYCHOTHERAPIE?
Systemische Psychotherapie ist ein eigenständiges
psychotherapeutisches Verfahren und stellt einen Zentralbegriff
für eine Vielzahl von Ansätzen und Modellen dar. Die
Veranschaulichung und Veränderung von Kommunikationsstrukturen
sind wesentliche Ziele systemisch orientierter Psychotherapie.
Kernpunkte des Systemischen Ansatzes:
-
Obwohl sie unter Problemen oder Schwierigkeiten
leiden, sind
Ressourcen und Stärken in Ihnen vorhanden. Diese gilt es zu
finden und für Sie nutzbar zu machen.
-
Veränderungsfähiges und
veränderungsbedürftiges Verhalten
wird in der Therapie definiert und Lösungsmöglichkeiten
zugeführt.
- Die Sichtweisen aller am Problem beteiligten
Personen sind
von Interesse.
- Das zentrale Arbeitsmittel ist der offene Dialog.
Er unterstützt
das Finden und Entwickeln neuer Beschreibungsformen, mit
dem Ziel Ihren Handlungsspielraum zu erweitern.
- Die therapeutische Haltung basiert auf Respekt,
Interesse,
Unvoreingenommenheit, Wertschätzung für bisherige
Lebensstrategien und Lösungsansätze.
Systemische Psychotherapie ist ein vom Bundesministerium für
Gesundheit und Frauen anerkanntes therapeutisches Verfahren, sowie
wissenschaftliche Behandlungsmethode.
WAS BEDEUTET SETTING?
Mit Setting wird das therapeutische Bearbeiten von Problemen in
unterschiedlichen Konstellationen bezeichnet.
In der Systemischen Therapie wird in verschiedensten Settings
gearbeitet:
♦ WAS IST SYSTEMISCHE EINZELTHERAPIE?
Die KlientIn wird mit Ihren Problemen, im Kontext ihrer Beziehungen und
Umgebungen gesehen. Probleme und Symptome werden als Ergebnis von
Kommunikation und Interaktion betrachtet. Den bisherigen
Lösungsversuchen kommt zentrale Bedeutung zu. Die KlientIn ist
ExpertIn für ihre Person, die TherapeutIn für den
therapeutischen Prozess. Es kann somit von einer Begleitung der
KlientIn in ihrem persönlichen Suchprozess gesprochen werden.
♦ WAS IST SYSTEMISCHE PAARTHERAPIE?
In der Paartherapie können
Missverständnisse abgeklärt, bearbeitet und aufgelöst
werden. TherapeutIn und KlientInnen
erarbeiten neue, adäquatere Kommunikationen und Kooperationen.
Unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse und Sichtweisen
erhalten Raum und können in weiterer Folge mit Hilfe der
TherapeutIn, dargelegt und einander verständlich, sowie
zugänglich gemacht werden. Ob und wenn ja, in welcher Form, die
Beziehung der PartnerInnen fortgesetzt wird, kann in diesem Rahmen gut
geklärt werden.
♦ WAS IST SYSTEMISCHE FAMILIENTHERAPIE?
In der Familientherapie richtet sich die Beachtung auf die Einheit der
Familie als System. Was Familienmitglieder als Störung oder
Pathologie entwickeln, ergibt sich aus den Wechselwirkungen der
aufeinander bezogenen Familienmitglieder. Die Therapie versucht
deshalb, das Zusammenspiel, die Wechselbeziehungen zwischen
Familienmitgliedern und die Organisation des Familiensystems zu
verändern, um damit Störung überflüssig zu machen.
WAS WIRD UNTER VERSCHWIEGENHEIT VERSTANDEN?
Durch die therapeutische Schweigepflicht (PthG §15) bin ich
an absolute Verschwiegenheit gebunden.
MIT WELCHEN THEMENBEREICHEN KANN ICH IN DIE THERAPIE KOMMEN?
- Sucht (Alkohol, Medikamente, Drogen,
substanzungebundene Süchte)
"Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer"
(Robert Musil)
- Traumatische Erlebnisse (akut und länger zurückliegend)
"Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder"
(aus Afrika)
- Holocaustsyndrom (1., 2. und 3. Generation)
"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden"
(Hermann Hesse)
- Trauer, Sterben und Tod
"Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann lässt du die Schatten hinter dir"
(aus Afrika)
- Depression und andere psychische Erkrankungen
"Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung"
(Antoine Saint-Exupéry)
- Psychosomatische Beschwerden
"Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen nur rückwärts"
(Sören Kirkegaard)
- Angst und Panik
"Nur eins rettet: einen Schritt zu tun"
(Antoine Saint-Exupéry)
- Chronische Erkrankungen (z.B. Krebs, HIV)
"Das Fehlen eines einzigen Sternes genügt, um eine Karawane aus ihrer Bahn zu werfen"
(Antoine Saint-Exupéry)
- Stress und Burn out
"Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück"
(Johann Wolfgang von Goethe)
- Beziehungs,- Partnerschafts,- und Eheprobleme
- Lebenskrisen
- Familiäre Konflikte
"Erst bei den Enkeln ist man dann soweit, dass man die Kinder ungefähr verstehen kann"
(Erich Kästner)
- Entscheidungsfindung
"Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat, das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss"
(Franz Grillparzer)
- Selbstfindung und Selbsterfahrung
"Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Selbstentfaltung bringen, das ist unsere Bestimmung"
(Oscar Wilde)
- Kindertherapie
"Hilf mir, dass ich es selber kann!"
(Maria Montessori)
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